Sonthofen, 04.10.2019, von THW Ortsverband Sonthofen

Große Bereichsausbildung „CBRN“ in Sonthofen

In der insgesamt 24 Stunden (32 UE) umfassenden „Bereichsausbildung Atemschutz Teil II – CBRN“ wurden Atemschutzgeräteträger der Regionalbereiche Kempten, Mühldorf, Ingolstadt, Nürnberg und München im Bereich CBRN (früher ABC) ausgebildet. Vom Ortsverband Ergolding nahmen 3 Helfer an der Ausbildung teil.

CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (früher „ABC“). Die Bereichsausbildung fand in enger Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und teilweise auf dem Gelände der Schule für ABC-Abwehr und Gesetzliche Schutzaufgaben in der Jägerkaserne in Sonthofen statt.

Am ersten Wochenende wurden die insgesamt 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 8 Ortsverbänden von dem Bereichsausbilder des THW und Fachausbildern der Bundeswehr in das umfangreiche Thema „CBRN“ eingewiesen. Neben theoretischen Erklärungen wurden auch praktische Übungen zum besseren Verständnis durchgeführt. Dazu zählten unter anderem das Erkennen von CBRN-Gefahren und das An- und Ablegen der Schutzkleidung, sowie das Arbeiten mit den Messgeräten oder anmischen einer Dekontaminationslösung.

Der Einsatz der Messgeräteausstattung für RN-Gefahren (Radiologisch und Nuklear) konnte am zweiten Wochenende unter Realbedingungen geübt werden. Auf dem Übungsgelände der Bundeswehr wurden echte Strahler verteilt, die von den zukünftigen CBRN-Helfern aufgespürt werden mussten. Dabei konnte den Teilnehmern auch die AAA-Regel (Abstand halten, Aufenthaltszeit begrenzen, Abschirmung nutzen) verdeutlicht werden. Ebenso wurde der Aufbau einer erweiterten Notdekontaminationsstelle für Einsatzkräfte und deren Betrieb ausgebildet.

Abschließend wurde am Sonntag eine Einsatzübung durchgeführt, um das erlernte Wissen anzuwenden und zu vertiefen. Simuliert wurde eine Explosion in einem chemieverarbeitenden Unternehmen. Dabei wurden mehrere Personen verschüttet, des Weiteren lief eine unbekannte Flüssigkeit aus einem LKW. Die Ausbildungsteilnehmer wurden zusammen mit weiteren CBRN-Helfern und einem Technischen Zug angefordert. Nachdem die Notdekontaminationsstelle eingerichtet wurde, erkundete ein Trupp mit spezieller Schutzkleidung die Einsatzstelle, ermittelte das auslaufende Gefahrgut und lies den Gefahrenbereich entsprechend absperren. Weitere Trupps begaben sich daraufhin unter schwerer Schutzausstattung in das Einsatzgebiet um drei verschüttete und eingeklemmte Personen zu retten.


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