Essenbach, 09.06.2018

ZMZ - Stationsausbildung

Am Samstag, den 09.06.2018 fand in einer Kiesgrube in der Nähe von Landshut eine Stationsausbildung unter dem Motto "Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ)" statt, um sich besser kennenzulernen.

An der Ausbildung beteiligten sich ca. 150 Helferinnen und Helfer aus den Organisationen THW OV Landshut, THW OV Ergolding, Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (Kreisgeschäftsstelle Dingolfing), Freiwillige Feuerwehr Ohu, Freiwillige Feuerwehr Unterwattenbach, Regionalstab Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (Bogen), BRK Kreisverband Landshut mit Rettungshunden, Kreisverbindungskommando Stadt Landshut und Kreisverbindungskommando Landkreis Landshut.

Um die Zusammenarbeit zu fordern und fördern wurden die Ausbildungsteilnehmer in gemischte Gruppen eingeteilt und mussten die einzelnen Ausbildungsstationen (1 - 4) binnen 90 Minuten durchlaufen.

Als Rahmenprogramm wurden außerdem noch eine Geländefahrausbildung angeboten, Maßnahmen zur Ersten Hilfe und das Faltstraßengerät der Bundeswehr vorgeführt.

Station 1 - Dekonschleuse:

Die Dekonschleuse dient zur Desinfektion von Fahrzeugen, die aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ausfahren, nachdem eine Tierseuche (wie z. B. die afrikanische Schweinepest) aufgetreten ist. Die Dekonschleuse besteht aus Bestandteilen des Einsatzgerüstsystems (EGS), welches in jedem Ortsverband vorhanden ist.  Dieses kann individuell auf die Gegebenheiten angepasst werden. Der Vorteil besteht darin, dass es mit wenig Fachpersonal in kürzester Zeit zu installieren ist. Bei der derzeitigen Übung wird die Dekonschleuse von verschiedenen Gruppen aus den beteiligten Hilfsorganisationen aufgebaut und betrieben.  

Station 2 - Retten aus Höhen und Tiefen:
Um anderen Hilfsorganisationen und Notärzten, das Retten aus Höhen und Tiefen z.B. wie bei der heutigen Station, aus der Tiefe zu ermöglichen, kann das THW bei, durch normale Mittel nicht zugänglichen Stellen, mit verschiedenen Bergehilfsmittel unterstützen. Bei dieser Station wird die verletzte Person mittels Schleifkorb und Seil vom steilen Hang gerettet. Die eingesetzten Bergehilfsmittel stehen jeder Bergungsgruppe, als Standard, zur Verfügung.

Station 3 - Stegbau:
Um in Hochwasserlagen den Zugang zum und auch in betroffenen Gebieten zu gewährleisten,verfügt das THW über die Einsatzoption Hochwasserstege und behelfsmäßige Übergänge zubauen. Mittels des THW-einheitlichen Einsatzgerüstsystems (EGS) wird an dieser Station gemeinsam ein solcher Übergang erbaut. Beim EGS gibt es verschiedene, modulare Ausführungsvarianten. Beispielsweise freitragende Konstruktionen oder aber auch Bootsanleger. Dabei ist es unerheblich auf welchem Untergrund die Konstruktion steht.

Station 4 - verschüttete Person retten:
An dieser Station wird die Rettung einer Person trainiert. Bei dieser Übung liegt der Schwerpunkt auf der ineinandergreifenden Zusammenarbeit mehrerer Organisationen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei anfangs auf dem Sichern des nachrutschenden Materials zwecks Eigensicherung.

 

 


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