Regensburg, 26.08.2006

Papstbesuch - THW Ergolding unterstützte beim Aufbau der Elektroversorgung

Mit durchschnittlich 10 Helfern waren wir im Zeitraum vom 26.08. bis 15.09.2006 in Regensburg.

Die Unterbringung erfolgte in eigenem Zelt auf Feldbetten. Zusammen mit drei Fachplanern aus den Ortsverbänden Regensburg und Mallersdorf übernahmen wir die Einsatzabschnittsleitung für den Bereich Strom. Es mussten die Arbeiten von 80 Elektrospezialisten, die aus ganz Bayern zusammengezogen wurden, koordiniert werden. Mit Hilfe unseres Einsatzleitwagens wurde ein mobiles Büro aufgebaut. Sechs Helfer waren die ganze Zeit über beschäftigt, die laufenden Arbeiten zu planen, zu dokumentieren, die Kommunikation per Telefon, Fax, Funk sicherzustellen. Drei PC’s waren im Einsatz um die Materialverwaltung zu lenken, Tagesberichte zu verfassen, Pläne auszudrucken und Übersichtstabellen zu erstellen. 32 Notstromaggregate vom THW mussten betreut werden.

Die Fachgruppe Elektroversorgung des OV Ergolding musste mit ihren beiden großen Notstromaggregaten große Videowände, Lautsprecheranlagen, Unfallhilfestationen von Rettungsdienst und Feuerwehr versorgen. Unser Versorgungsbereich für beiden Aggregate war ungefähr 70'000 qm groß. Die Kabelverlegearbeiten dauerten 1,5 Wochen, da alle Kabel in die Erde eingegraben werden mussten, um Stolperstellen zu vermeiden. Die Kabel mussten wegen der Größe und des Gewichts mit Hilfe von kleinen Radladern und Baggern verlegt werden. Nachdem die Kabeln verlegt waren, die Stromkästen angeschlossen und das ganze Elektronetz durch unsere Elektrofachkräfte eingemessen und geprüft wurde, ging sie eine Woche vor dem Papstbesuch in Betrieb. Jetzt konnten die Techniker vom Ton und den Videoleinwänden mit ihrer Arbeit beginnen. Mehrere Tage waren nötig, um die optimalen Einstellungen zu programmieren. Während dieser Zeit mussten die ganzen THW-Aggregate laufen. Selbst in der Nacht konnten wir nicht mehr ausschalten, da Videotechnik nur im eingeschalteten Zustand die Feuchtigkeit in der Nacht aushält. So mussten die Aggregate alle dreimal am Tag aufgetankt werden. Dies wurde auch vom THW mittels mobiler Tankstellen auf vier THW Unimogs bewerkstelligt. Die Abbauarbeiten für die Stromversorgung dauerten bis Freitag, 15.09. Es mussten alle Kabeln wieder ausgegraben werden und auf die Trommeln aufgespult werden. Das ganze verbaute Material musste sortiert werden, um es an die verschiedenen Verleihfirmen wieder zurückzugeben können. Für den Transport des verbauten Materials sind 4 Sattelschlepper notwendig.

Wir möchten auch unseren Arbeitgebern danken für die Freistellung zu diesem sehr gelungen und erlebnisreichen Einsatz.


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